Vorträge

Datum/Zeit Veranstaltung
20.10.2020

Einlass: 19:15 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Wolfgang Rauschel
Herrliches Südtirol - von Bozen bis zum Reschenpass
Sandelmühle, Hanau

Wo Gipfel, Wände, Grate, Flüsse, Seen, Burgen, gemütliche Almen mit Blumenwiesen, ruhige Bergorte, Weinberge, Schnee und Sonne so nahe beieinander liegen kommt jeder auf seine Kosten, egal ob er leichte Talwanderungen oder schwere Bergtouren liebt. Der Vortrag zeigt diese Vielseitigkeit.

Meist geht es vom Brenner über Sterzing und Brixen nach Bozen und weiter direkt in das Etschtal. Ein Abstecher führt dabei von Brixen in das schöne Villnößtal mit der einmaligen Bergwelt der Dolomiten. Aus den üppigen Wein- und Obstgebieten des Etschtales bei Salurn führt der Margreider-Klettersteig steil hinauf. Bei Kaltern und Eppan an der Südtiroler Weinstraße, mit den vielen schönen Burgen und Wanderungen, geht es hinauf zum Mendelpass und Penegal, ein herrlicher Aussichtsplatz.  Bei Bozen wird das neue Museum von R. Messner „Sigmundskron“ besichtigt. In den Sarntaler-Alpen begeistern die Erdpyramiden am Ritten, der Hirzer, der Ifinger und das Wandergebiet Meran 2000. Schön ist die Fahrt über das Timmelsjoch oder Jaufenpass in das Passeiertal, hier wird man an A. Hofer erinnert. Schenna ist ein interessanter Ort und nicht weit entfernt sollte man sich unbedingt Trauttmansdorff ansehen. Man sagt, es wäre der schönste Garten Italiens. Meran sollte man auch besuchen, dabei den Tappeinerweg entlang wandern und auch das Schloß Tirol ansehen.Vom Dorf Tirol führt eine Seilbahn zum Aussichtsplatz Hochmut, Schwindelfreie gehen weiter über den Vellauer-Felsenweg oder auf die Mutspitze. Algund und Partschins sind ideale Ausgangspunkte für die Texelgruppe. Viel besucht wird das Schloß Juval und mit dem Auto kann man weit in das Schnalstal fahren bis nach Kurzras. Überragt wird das Tal vom Sommerskigebiet der Grawand, von hier wird die Schöne-Aussicht-Hütte erreicht und die Weißkugel (3737m) bestiegen. Vom Vernagt-Stausee ist ein interessantes Ziel die Fundstelle vom Ötzi, nach über 5000 Jahren fand man hier die Leiche, es war eine Sensation. Ulten und Martelltal sind zwei sehenswerte Seitentäler vom Vinschgau. Beliebt sind auch die Wanderungen über dem Tal entlang der Waalwege. Überragt wird der gesamte Vinschgau vom höchsten Berg Südtirols und früher auch von ganz Österreich, dem 3905m hohen Ortler, auch er wird bestiegen. Welch ein Gegensatz zum warmen grünen Vinschgau ist diese Hochgebirgswelt mit Fels-und Eiswänden und mächtigen Gletschern, die leider immer kleiner werden. Sulden ist hier der Ausgangspunkt, nicht weit entfernt ist das hohe Stilfserjoch. Glurns ist sehenswert und auch das Kloster Marienberg und die Fürstenburg bei Burgeis. Schon weit oben liegen die Orte wie St. Valentin, Graun und Reschen mit dem Haider- und Reschensee. Der Kirchturm vom früheren Dorf Graun ragt noch heute aus dem Wasser empor. Noch viele weitere nicht genannte Ziele werden in dem Vortrag gezeigt und mit Sicherheit findet jeder einige Erinnerungen oder Anregungen.

17.11.2020

Einlass: 19:15 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Hans Thurner
Abenteuer Grönland - gewaltig.fesselnd.mystisch
Sandelmühle, Hanau

Krachende Eisberge, blühende Blumentäler, singende Wale. Grönland bietet viel mehr als „Eis und Schnee“! Das beweist Hans Thurner eindrucksvoll mit seinen Bildern und Erzählungen und zeichnet dabei ein vielschichtiges Porträt von Land und Leuten. Mehrfach bereist er zu allen Jahreszeiten die Ost- und Westküste, den Süden und Norden Grönlands. Dabei erhält er einen spannenden Einblick in die Lebensweise eines Volkes, das auf dem Weg ist, sich von einer Kultur des Jagens zu einer modernen Gesellschaft zu entwickeln.

An Bord der Segeljacht „Nomad“ erkundet er einsame Fjorde, besteigt mit Tourenski namenlose Berge, erlebt die Gastfreundschaft der Inuit in entlegenen Fischerdörfern und steht fasziniert vor den weltweit größten Eisbergen am Kangia-Eisfjord.

In der schier grenzenlosen Weite des Inlandeises zieht er seine Spur mit Ski und Gepäckschlitten, klettert auf felsig ausgesetzte Gipfel und paddelt unter der Mitternachtssonne zwischen knisternden Eisbergen. Mit den Hundeschlitten der Jäger und Eisfischer fährt er hinaus auf das gefrorene Polarmeer. Eine Erfahrung der besonderen Art sind die tanzenden Nordlichter in der dunklen Polarnacht.

Den Sommer begrüßen die Grönländer mit einem großen Volksfest. Sie haben den längsten Tag des Jahres als ihren Nationalfeiertag auserkoren, den sie mit Gesang, Tanz, Ausstellungen und anderen Unterhaltungsdarbietungen überall im Land ausgiebig feiern.

Der Süden Grönlands bietet mit üppigem Grün und sogar kleinen „Wäldern“, Schafzucht und Gemüseanbau einen unerwarteten Kontrast zu den sonst eher kargen Landschaftsformen.

In seinem neuen Vortrag lässt Hans Thurne uns zu stimmungsvollen Klängen talentierter grönländischer Musiker an der magischen Schönheit einer wilden und einzigartigen Natur teilhaben.

Ein Erlebnis, das unter die Haut geht!

09.02.2021

Einlass: 19:15 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Steffen Hoppe
La Rèunion - Wanderparadies im Indischen Ozean
Sandelmühle, Hanau

Vor kurzer Zeit berauschte ich mich noch an märchenhaften Nebelwäldern, jetzt stehe ich in der wärmenden Sonne, nur wenige Meter über einem wogenden Wolkenmeer. Einsam ragt der höchste Gipfel der Insel, der Piton de Neiges, 3070 m, daraus hervor. Die Welt darunter? Ein Geheimnis, muss aber nicht so bleiben!

Zwei Monate erkunde ich ein Stück Frankreich, 10.000 Kilometer von „La metropole“ entfernt. Über drei Wochen lang verfolge ich den Weitwanderweg GRR2 über bizarre Gipfel, mondähnliche Vulkanlandschaften, durch tiefe Schluchten, dampfende Urwälder und weltentrückte Dörfer. Abenteuer? Ja, aber „light“. Keine gefährlichen Tiere lauern mir auf, nur dann und wann verfolgten mich neugierige Blicke grüner Baumgeckos und der Chamöleons. Die Wege sind bestens bezeichnet und tropische Krankheiten gibt es nicht. In meinem Zelt unter der Milchstrasse falle ich jeden Abend in einen sicheren Schlaf, sofern ich nicht auf einem Hubschrauberlandeplatz zelte.

Später lerne ich zusammen mit meiner Frau Regina weitere Facetten der Insel kennen. Den brüllenden Ozean, die wechselvolle Geschichte, den kolonialen Flair der Inselhauptstadt Saint-Denis und das bunte kreolische Dörfchen Hell-Bourgh. Ausgangspunkt für Wanderungen in die unberührte, schier undurchdringlichen Farn- und Tamarindenwälder von Belouve und Bebour.

Die atemberaubende Natur auf engstem Raum bildet das Gerüst dieser abwechslungsreichen Reisereportage, der Kitt sind jedoch die persönlichen Begegnungen mit den unterschiedlichen Menschen und Kulturen. Vor allem dank meiner Tochter Sandrine, die ein Jahr lang auf La Réunion die Schule besuchte und in einer wunderbaren Gastfamilie lebte.

Es wird Zeit, dass Sie sich neu verlieben: Warum nicht in La Réunion?

In 100 Minuten von 0 und 3070 Meter und zurück.