F077 – Drei-Länder-Tour – Im Banne der Reichenspitzgruppe

Hochalpine Wanderung von Hütte zu Hütte entlang der östlichen Zillertaler Alpen und der westlichen Venedigergruppe durch das Grenzgebiet der Länder Tirol, Salzburg und Südtirol.

Datum/Zeit
30.06.2023 - 07.07.2023
Veranstaltungsort
Drei-Länder-Tour
Bärendad im Zillergrund, 6290 Brandberg
Kosten
DAV-Mitglied: €190 (Jugend: €95)
Nichtmigtlied: €230 (Jugend: €190)
Anmeldung
Anmeldeschluss: 29.05.2023
Teilnehmerzahl: 4 - 7
Bereits angemeldet: 2
Anmeldung offen: Ja
Voraussetzungen
Erfahrung im hochalpinen Gelände, Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit, Erfahrung auf Kletterstei-gen (B/C) und im Umgang mit Klettersteigset, Seilfreies Klettern im Fels UIAA I-II, Kondition für Gehzeiten von täglich bis zu 9 Stunden und bis zu 1200 Höhenmetern im Auf- und Abstieg, Teamfähigkeit, Bereitschaft zu Komfortverzicht.
Kursleiter
Clemens Mickler, Petra Kolbeck

Ziel:

Hochalpine Tour von Hütte zu Hütte mit optionalen Gipfelbesteigungen (u.a. Schlieferspitze)..

Anreise & Unterkunft: Anfahrt in den Zillergrund in Fahrgemeinschaften (ggf. auch ÖPNV), Übernachtung in Mehrbettzimmern / Lagern auf Hütten lt. Programm (Änderungen vorbehalten).

Ausrüstung: Für diesen Kurs findest Du vorab unter folgendem Link „Wandern“ Informationen zum Runterladen. Zusätzlich Klettersteigset und Helm! Details werden spätestens beim Vortreffen mit der Kursleitung besprochen.

Vorbesprechung: Nach Anmeldeschluss erfolgt ein Vortreffen zur Besprechung des Tourenverlaufes und zwecks Kennenlernens der Teilnehmer*innen.

Weitere Details:

1. Tag: Anreise in Fahrgemeinschaften nach Bärenbad im Zillergrund (1450 m). Von dort leichter Aufstieg durch Hochwald und über Almwiesen zur Staumauer des Speichers Zillergründl (1850 m). Von dort weiter auf leichtem bis mittelschwerem Steig zur Plauener Hütte (2363 m), unserem Tagesziel. 920 hm Aufstieg; Gehzeit ca. 3 Stunden.

Alternativ: Anreise mit der Bahn ins Zillertal und Übernachtung in Mayrhofen. Am nächsten Morgen mit dem Wanderbus in den Zillergrund bis Bärenbad und anschließend Aufstieg zur Plauener Hütte – verlängert die Tour um einen Tag.

2. Tag: Auf zunächst gemächlichem Anstieg dem Normalweg in Richtung Reichenspitze folgen. Danach über Blockwerk und verschiedene, immer steiler werdende Schneefelder zum Einstieg des Klettersteiges (Kategorie B/C). Dieser führt bis zur Gamsscharte (2972 m, ca. 2 ½ Stunden). Von dort besteht die Option zur Besteigung der Richterspitze (3052 m – ca. 30 Minuten Aufstieg). Auf dem Grat verläuft die Grenze zwischen Tirol und Salzburg. Der Abstieg von der Gamsscharte zum heutigen Tagesziel, der Richterhütte (2374 m), dauert noch knapp 2 Stunden. 700 hm Aufstieg, 690 hm Abstieg; Gehzeit ca. 4 ½ Stunden (alle Angaben ohne Gipfelbesteigung Richterspitze)

–> Je nach Verhältnissen ist auch eine Umgehung des Klettersteiges möglich. Die Alternativroute über die Zillerplattenscharte und Windbachscharte dauert ca. 5 ½ Stunden (800 hm Aufstieg, 790 hm Abstieg).

3. Tag: Der Weg führt zunächst in Richtung Keesboden und biegt dann auf den Peter-Obholzer-Weg zur Roßkarscharte ab. Nach anfänglich wenig ansteigendem Wegverlauf wird dieser mit zunehmender Zeitdauer steiler, bis schließlich die Roßkarscharte (2689 m) erreicht ist. Von dort kann ein Abstecher auf den Roßkopf (2845 m) gemacht werden, wo man mit einem wunderbaren Gipfelpanorama belohnt wird. Über Glettscherschliffe und kleine Stufen geht es dann allmählich abwärts zur direkt am Unteren Wildgerlossee gelegenen Zittauer Hütte (2328 m). 700 hm Aufstieg, 750 hm Abstieg; Gehzeit ca. 4 ½ Stunden (alle Angaben ohne Gipfelbesteigung Roßkopf).

4. Tag: HZunächst führt der Weg zum Oberen Wildgerlossee und dann weiter zur Rainbachscharte (2724 m). Anschließend geht es über den gut gesicherten Steig etwas ausgesetzt und steil hinunter ins Rainbachkar und zum Rainbachsee (2404 m). Von dort führt der Weg vorbei an Latschenfeldern und durch Zirbenwald ins Krimmler Achental zum Krimmler Tauernhaus (1631 m), welches zu einer Mittagspause einlädt. Nach der Pause geht es zunächst einen langen Wegabschnitt bis ans Ende des Krimmler Achentals. Vom Ende des Tales dann ansteigend über einige Serpentinen zum heutigen Etappenziel, der Warnsdorfer Hütte (2336 m), am Fuße des Krimmler Kees. 1110 hm Aufstieg, 1090 hm Abstieg; Gehzeit ca. 8 Stunden

5. Tag: Heute geht es auf das „Dach der Tour“. Der Start beginnt früh morgens von der Warnsdorfer Hütte auf markiertem Pfad über schroffe Blockwerk- und Geröllflächen bis zum Schlieferkar. Anschließend geht es über grobe Felsblöcke und ggf. Altschneefelder steil bergauf zum Südwestgrad der Schlieferspitze. Deren Gipfelaufbau (ca. die letzten 200 hm) sind aber einem bestimmten Punkt nicht mehr markiert. Zunächst geht es über den Südwestgrad bergauf – bis man die Südwand in ihrem oberen Teil quert und letztendlich den Südostgrad erreicht. Ab hier geht es dann das letzte Stück hinauf zum Gipfel der Schlieferspitze (3290 m – Gehzeit im Aufstieg ca. 5 Stunden). Neben einer gewissen Klettergewandtheit verlangt der Gipfelaufbau hochalpine Erfahrung sowie absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Seilfreies Klettern bis zum Schwierigkeitsgrad II ist Voraussetzung. Vom Gipfel der Schlieferspitze hat man eine herrliche Aussicht über Nord- und Südalpen. Der Abstieg ist identisch mit dem Aufstiegsweg – zweite Übernachtung auf der Warnsdorfer Hütte (2336 m). 950 hm Aufstieg, 950 hm Abstieg; Gehzeit ca. 9 Stunden

Option: Je nach Verfassung und fortgeschrittener Zeit besteht die Gipfeloption des Hohen Tenn (3368 m) ab der Scharte unter dem Kempsenkopf (teilweise versicherter Steig und Blockkletterei (I-II)). Gehzeit zusätzlich ca. 3 Stunden

6. Tag: Von der Warnsdofer Hütte führt der Weg zunächst bergab zum Keesboden und überquert dann die Geltscherabflüsse. Dann beginnt ein kurzer, aber steiler Anstieg bis zur Birnlücke (2665 m). Hier wird die Grenze zwischen Salzburg und Südtirol überschritten. Die Birnlückenhütte (Rifugio Tridentina – 2441 m), das heutige Etappenziel, ist vom Grat aus bereits sichtbar. Von der Hütte am Fuße der Dreiherrnspitze hat man einen schönen Blick auf das gesamte Ahrntal. 700 hm Aufstieg, 600 hm Abstieg; Gehzeit ca. 3 ½ Stunden

Optional bietet sich an diesem Tag noch die Besteigung des Klockerkarkopfes an (2911 m) – mittelschwere Bergtour – 470 hm Aufstieg, 470 hm Abstieg, Gehzeit ca. 3 ½ Stunden

7. Tag: Die letzte Etappe führt zunächst über den Lausitzer Höhenweg – einen alpinen Steig, der höchste Konzentration erfordert, aber keine großen Höhenunterschiede aufweist. Über die „Teufelsstiege“ hinab und später kurz ansteigend zur ehemaligen Neugersdorfer Hütte (2567 m) und dann weiter bis zur Abzweigung des Steiges, der hinauf zum Heilig-Geist-Jöchl (2658 m) führt. Hier betritt man wieder österreichischen, genauer gesagt Tiroler Boden. Der Abstieg über große Geröllblöcke und anschließende Almwiesen führt immer dem Ziller folgend an der Hohenaualm (Klein-Tibet, 1863 m) vorbei zurück zum Speicher Zillergründl und von dort zurück zum Ausgangspunkt Bärenbad im Zillergrund (1450 m). 650 hm Aufstieg, 1200 hm Abstieg; Gehzeit ca. 8 Stunden

Anschließend Verabschiedung und Heimreise.

Bitte beachten Sie unsere allgemeinen Bedingungen für unser Ausbildungsprogramm.