Harztour 2016

Der Wetterbericht war zwar nicht sehr optimistisch, wir aber entschlossen, die geplante Tour durchzuführen.

Wir bildeten Fahrgemeinschaften und trafen uns mit zwei PKW gegen 8.45 Uhr an der Autobahnraststätte Göttingen Süd und sind dann gemeinsam über Herzberg, Bad Lauterberg, Braunlage, Hasselfelde nach Thale zum Hexentanzplatz gefahren. Unterwegs haben wir in Sorge angehalten, um uns bei einer kleinen Wanderung (ca.3km, 60m↑↓) die noch erhaltenen Teile der ehemaligen Grenzanlagen anzusehen.

Nach dem Beziehen der Zimmer im Berghotel Hexentanzplatz ging es dann noch mal auf eine kleine Wandertour (auch ca. 3 km, 70m↑↓) vorbei am Bergtheater und der Walpurgishalle zum Aussichtsturm Homburgwarte. Danach sind wir ins Steinbachtal abgestiegen und haben uns die Kletterfelsen samt Kletterer angesehen, bevor wir im Hotel den Abend verbrachten.

Am 24.4. sind wir nach dem Frühstück aufgebrochen und den Hexenstieg (Sachsenwallweg) ins Bodetal abgestiegen und entlang der Bode bis zur Gaststätte Waldkater gegangen. Leider mussten wir nun feststellen, dass die Schurre zur Rosstrappe wegen Felssturz gesperrt ist. So konnten wir nur den Präsidentenweg nehmen, den wir dann auch wieder zurück gingen. Vom Waldkater führte unser Weg durch den Hirschgrund und vorbei am Tierpark zum Hexentanzplatz (ca.15km, 480m↑↓). Mit den Autos fuhren wir über Treseburg, Wendefurt, die Rappbodestaumauer, Rübeland und Drei Annen Hohne nach Schierke, wo wir im Hotel Brockenstübchen für die nächsten Tage Quartier bezogen. Harry ist schnell noch nach Braunlage gedüst, um Ilona abzuholen, die mühselig mit Bahn und Bus bis dorthin nachgereist ist.

Am Morgen des 25.4. wurden wir vom Schnee überrascht. Der Wetterbericht versprach noch mehr Schnee. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Brockentour vorzuziehen und so sind wir den steilen, aber sehr schönen Aufstieg durch das Eckerloch auf den Brocken gestiegen. Unterwegs haben wir den Brocken-Benno getroffen, der an diesem Tag seinen 7863. Aufstieg zählte. Oben war es wie erwartet windig und bewölkt, aber teilweise hatten wir eine recht gute Sicht. Nach kurzer Stärkung im Brockenrestaurant führte der Weg weiter über den Hirtenstieg (ehemaliger Kolonnenweg der Grenztruppen) zu den Hermannsklippen und weiter über Heinrich-Heine-Weg, Gelber Brink, Brockenbett, Glashüttenweg zum Ahrensklint, wo wir die herrliche Aussicht genießen konnten. Nun kam der Abstieg über den Pfarrstieg zurück zu unserm Hotel (ca.21km, 750m↑↓).

Der Wetterbericht hatte Recht, es hatte über Nacht noch mal geschneit und so sind wir am 26.4. vorbei am Bahnhof Schierke durch den Schnee zu den Feuersteinklippen gestapft. Weiter ging die Tour Richtung Erdbeerkopf und über die Spinne zum Trudenstein. Der Auf- und Abstieg über die verschneiten Leitern war nicht so einfach, dafür gab es auf dem Trudenstein eine herrliche Aussicht. Der Weg führte weiter vorbei am Hohnekopf hinauf zu den Bärenklippen, was durch den verschneiten Wald gar nicht so einfach war. Ein Weg war da nicht mehr erkennbar, doch wir hatten die richtige Orientierung und weiter ging es zu den Leistenklippen und danach den Beerenstieg hinab zur Eschwegestrasse, die uns zum Wirtshaus Steinerne Renne führte. Nach einer schönen Rast bei Kaffee und Kuchen sind wir die Steinerne Renne bis zum gleichnamigen Bahnhof der Harzquerbahn abgestiegen, um mit dem „Robert“ nach Schierke zu fahren (ca. 15km, 280m↑, 570m↓).

In der Nacht zum  27.4. hat es kräftig weiter geschneit, so dass wir die nächste Winterwanderung in Angriff nehmen konnten. Wir stapften durch 15 – 20 cm Schnee zuerst den Exzellenzweg entlang und dann einen steilen Aufstieg hinauf zu den Schnarcherklippen. Der Auf- und Abstieg zur Aussichtsplattform war nicht ungefährlich, hat sich aber nicht wirklich gelohnt. Es schneite immer noch und so war die Sicht gleich null. Weiter ging es die Schnarcherstrasse hinunter nach Elend und dann weiter entlang der Kalten Bode zur Talsperre Mandelholz. Leider wurde aus dem Schnee nun mehr und mehr Regen und der Weg entsprechend matschig. Nach einer Stärkung im Hotel „Zur Grünen Tanne“ in Mandelholz sind wir über die Alte Heerstrasse zurück nach Elend gewandert. Hier wollten wir uns die kleinste Holzkirche ansehen, die leider geschlossen war. So ging es gleich weiter das Elendstal entlang der Kalten Bode zurück nach Schierke, wo der Regen auch wieder als Schnee fiel (ca. 17km, 200m↑↓).

Für den 28.4. war zwar noch eine kleine Wanderung entlang der Teufelsmauer bei Blankenburg bzw. zur Burgruine Regenstein geplant, doch aufgrund der Wettervorhersage haben wir uns für die Heimfahrt entschieden, was sich unterwegs dann auch als richtig herausstellte. Wir haben erlebnisreiche und sehr schöne Wintertage im rauen Harz erlebt und ich bin froh, dass alle Teilnehmer sich gern an diese Harztour erinnern werden.

Dieter Niederhausen